Kranz binden

Kennen Sie die Tradition des Kranzbindens? Üblicherweise binden die Nachbarn (vor allem in unserer Region) dem Brautpaar am Abend vor der Hochzeit bzw. am Polterabend einen Tannenkranz.

Die männlichen Nachbarn sind dafür zuständig, das Tannengrün, bestenfalls ganz frisch aus dem Wald, zu besorgen und zu schneiden. Danach wird dieses dann um ein dickes Seil zu einem wunderschönen Kranz gebunden.

Die Nachbarinnen basteln die dazugehörigen Papierblumen und schmücken den Kranz damit. Hier gibt es viele Möglichkeiten und Techniken. Einige basteln diese Blumen aus Servietten, andere wiederum aus gedrehtem Krepp-Papier. Mittlerweise bieten Bastelläden sogar spezielle Maschinen zum Drehen des Krepp-Papiers an.

Das Kranzbinden an sich ist schon immer ein nettes Zusammentreffen der Nachbarn und ein lustiges Miteinander. Selbstverständlich fließt auch das ein oder andere gute Tröpfchen und es herrscht häufig ausgelassene Stimmung.

Nach Fertigstellung des Kranzes wird dieser von den Nachbarn über der Haustür des Brautpaares angebracht. Als Dank lädt das Paar dann alle Beteiligten zu einem Umtrunk ein.

Ganz feierlustige Nachbarn vermessen die Haustür auch vor dem Krankbinden und machen aus dieser Aktion eine separate kleine Feier.

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Nordwest Zeitung