Die Hochzeitstorte

Sie gehört am schönsten Tag im Leben dazu – die Hochzeitstorte, das süße Highlight der Hochzeitsfeier und das Prunkstück auf der Hochzeitstafel.

Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Egal ob es eine romantische Torte mit vielen Blüten und Blättern aus Marzipan oder eine leichte sommerliche mit süßen Früchten sein soll… fast alles ist möglich. Auch geschmacklich und gestalterisch gibt es bei der Hochzeitstorte viele Möglichkeiten.

Auch die Traditionen und Mythen, die sich um die süße Verführung ranken, bergen einige Überraschungen. So sind z. B. beim Anschneiden der Hochzeitstorte alle Blicke auf das Brautpaar gerichtet, denn hier entscheidet sich laut alter Tradition, wer das Sagen in der Ehe haben wird: Derjenige, dessen Hand beim Anschneiden oben liegt, hat demnach sprichwörtlich die „Oberhand“. Daher versuchen viele Brautpaare das Messer so zu halten, dass sie es gemeinsam führen – oder einer der Partner überlässt ganz offensichtlich die Führung dem anderen, was oftmals für einige Lacher sorgt.

Der innige Kuss über der Hochzeitstorte sorgt laut altem Brauch für reichen Kindersehen.

Die fünfstöckige Hochzeitstorte gilt als symbolträchtig. Die fünf Ebenen stehen für die einzelnen Lebensabschnitte des Hochzeitspaares: Geburt, Kommunion bzw. Konfirmation, Hochzeit, Kindersegen und schließlich Tod.

Neuer hingegen ist die Tradition ein Stück der Hochzeitstorte einzufrieren. Dieses wird am ersten Hochzeitstag vom Brautpaar verspeist.

Und auch die Zutaten haben Ihren ganz besonderen Sinn: Der viel verwendete Zucker steht für die Süße des Lebens und den Genuss der Liebe. Mandeln gelten als Glücksbringer und Garant für Fruchtbarkeit, während Marzipan – die Verschmelzung von Zucker und Bittermandeln - die guten und schlechten Tage einer Ehe symbolisiert. Auch die Dekoration der Hochzeitstorte ist bedeutsam: Weißer Zuckerguss und helle Cremes sprechen von der Unschuld und Reinheit der Braut, während eine Verzierung mit Rosenblüten die Liebe ohne Dornen repräsentiert.

Und ob man nun an diese Mythen glaubt oder nicht… das Anschneiden dieser Torte ist immer wieder ein toller Moment für das Brautpaar und die Gäste, wobei das erste Stück  natürlich dem Brautpaar vorbehalten ist. Der Brauch will es, dass sich Braut und Bräutigam gegenseitig mit dem süßen Kuchen füttern. Dies symbolisiert, dass das zukünftige Ehepaar in Zukunft füreinander sorgen und eine Einheit bilden wird.

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Nordwest Zeitung