Feine Spitze und viele Details

INTERVIEW Im Brautmodenfachgeschäft findet sich die beste Beratung

VON MELANIE JÜLISCH

Seit mehr als 30 Jahren ist Braut- und Abendmoden Hanneken in Friesoythe als sehr gute Adresse in Sachen Hochzeitsausstattung bekannt. Frank Hanneken gibt wertvolle Tipps zum Kauf und zu den Trends.

Für die Braut ist das Kleid, das sie an ihrem großen Tag tragen wird, zumeist das Wichtigste. Ab wann sollte sie sich um ihr Traumkleid kümmern?

Hanneken: Im Idealfall sollte sie mindestens sechs bis acht Monate vor der Hochzeit einen Termin in einem Brautmodengeschäft vereinbaren. Selbstverständlich können wir auch kurzfristiger Bräute glücklich machen, da wir die meisten Modelle in den gängigen Größen am Lager haben. Bei Spezialwünschen brauchen wir etwas Zeit, um diese umsetzen zu können. Und natürlich kann es immer noch zu zeitnahen Änderungswünschen kommen.  Eine Größe rauf oder runter ist immer möglich, es sollte aber trotzdem etwa sechs Wochen vor dem Hochzeitstermin stattfinden, damit auch wirklich alles perfekt sitzt.

Allein oder in einer größeren Gruppe – wie gestaltet sich die Kleiderwahl am einfachsten für die Braut?

Hanneken: Aus Erfahrung wissen wir, dass zwei bis vier Begleitpersonen optimal sind. Allerdings sollte es sich dabei auch wirklich um enge Vertraute aus der Familie oder dem Freundeskreis handeln, die ehrlich zu ihr sind. Mehr als vier Personen sind natürlich auch möglich, dann sollte man aber einen Sondertermin außerhalb stark frequentierter Zeiten machen. Wie bei anderen Dingen auch, sollte man hier nicht vergessen, dass viele Meinungen der Braut die Entscheidung zumeist nur noch schwerer machen.

Wie bereitet sich die Braut heute vor?

Hanneken: Mein Eindruck ist, dass die Bräute heute gut, manchmal sogar vielleicht zu gut vorbereitet sind. Durch das Internet, die Social Medias  und verschiedene Fernsehformate können sie sich von sehr vielen Seiten inspirieren lassen. Oft vergessen sie, dass es an diesem speziellen Tag um sie geht und nicht um irgendeinen Promi oder Influenzer, der einen anderen Geschmack oder eine andere Figur hat. Wir als Fachgeschäft sind darauf spezialisiert, der Braut genau das Kleid herauszusuchen, das ihrem persönlichen Stil entspricht und kümmern uns darum.

Stellen solche Fernsehformate den Alltag im Brautmodengeschäft realistisch dar?

Hanneken: Real ist sicherlich, dass jede Braut im Mittelpunkt steht. Ein entscheidender Unterschied ist, dass der Laden für  die Aufzeichnungen gesperrt wird und die Braut dort mit ihren Begleitungen den Laden für sich alleine beanspruchen kann. Die Realität sieht hier anders aus: Gerade in der Hauptsaison oder an den Wochenenden ist diese Situation nicht möglich, da sehr viele Bräute einen Termin begehren. 

Es gibt Frauen, die sich in Brautgeschäften beraten lassen und ihr Kleid im Internet bestellen…

Hanneken: Die Anforderungen an den Brautfachhandel werden ganz klar immer größer. Wichtig ist aber nach wie vor, den Fokus auf den Service zu legen. Brautkleider transportieren Geschichten. Es sind keine Einzelgeschichten, denn die Mütter, Großmütter und auch andere Verwandte oder Freunde werden mit einbezogen. Ein so emotionales Produkt wie das Brautkleid muss man spüren, fühlen und anprobieren können. Deshalb ist auch der Ort, wo das alles stattfindet, sehr wichtig. Das Ambiente muss stimmen. Wir bieten genau dieses Erlebnis, diesen hochwertigen Service und die exklusiven Kleider dazu.

 

Wie präsentiert sich die aktuelle Brautmode?

Hanneken: Heute wird sicher bewusster geheiratet und auch mehr Wert auf die Qualität gelegt. Es muss alles stimmen. Die aktuelle Brautmode ist wertiger, sie präsentiert sich sehr stillsicher. Besonders wichtig ist immer mehr Bräuten die dahinterstehende Qualität. Spitze, beispielsweise, ist grundsätzlich hochwertig und teuer. Sie wird mit hochwertigen Stickereien eingebunden, ebenso wie Perlen. Pailletten kommen bei hochwertigen Modellen nur vereinzelt zum Einsatz. Auch spielt man inzwischen mehr mit Tönen: Das klassische Ivory wird beispielsweise sehr gerne mit Nude oder Blush in den unterschiedlichen Nuancen kombiniert.

Was sind die absoluten Renner?

Hanneken: Vintage-Kleider mit Spitze kommen nach wie vor sehr gut an. Fließende leichte Linien, die mit speziellen Details spielen und die Figur umschmeicheln. Solche Kleider sprechen auch die Braut an, die sich nicht kirchlich traut, sich aber trotzdem als Braut feiern lassen möchte. Auf der anderen Seite sind es die klassischen, traditionellen Kleider mit weiten Röcken – wunderschöne Modelle, die den großen Prinzessinnentraum erfüllen.

Eine grundsätzliche Frage: lang oder kurz?

Hanneken: Kurze Brautkleider sind sehr beliebt, sei es für das Standesamt, eine freie Trauung, die Strandhochzeit oder eine Sommerhochzeit. Hier sollte das Brautpaar auch die Gäste unbedingt in das Thema mit einbeziehen. Ansonsten geht die Tendenz bei Hochzeitsgästen klar zum langen Abendkleid teilweise aber auch zum kürzeren Cocktail- oder Etuikleid.

Wo steht der Bräutigam?

Hanneken: Der Mann ist heute viel modebewusster, aber nicht ausgeflippt. Er ist sehr genau in der Wahl seines Anzuges. Auch wenn einige etwas Extravagantes suchen, der Anzug muss letztlich immer zum Brautkleid passen.  Die Farbtöne Blau und Grau dominieren sehr stark. Die Weste, das Plastron oder die Fliege sind wichtige Accessoires, sie machen die Festlichkeit des Anzuges aus. Der Bräutigam sollte sich dennoch mit dem Brautausstatter besprechen, damit alles perfekt und stilsicher mit dem Kleid der Braut abgestimmt werden kann. Es wäre sehr schade, wenn die Farben nicht miteinander harmonieren würden, beispielsweise wenn die Braut ein sanftes Ivory trägt und der Bräutigam dann zu einem reinweißen Hemd greift. Für Gäste gilt natürlich: Auch sie dürfen dem Bräutigam keine Konkurrenz machen. Ein schlichter Anzug in Schwarz, Dunkelgrau oder Blau ist daher ideal, zumal er auch danach noch weiter getragen werden kann.

Autor: MELANIE JÜLISCH
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Mode für die Braut

Sie möchten auf Ihrer Hochzeit besonders hübsch aussehen? Ihr Kleid soll ein Schmuckstück sein, ein unvergesslicher Traum. Natürlich... was für eine Frage...

Dann sollten Sie sich beizeiten in einem Brautmodengeschäft nach einem Kleid umschauen. Stöbern Sie im Vorfeld doch schon einmal durch das Internet oder spezielle Hochzeitszeitschriften. Vielleicht bekommen Sie ja auch den ein oder anderen Tipp aus dem Freundeskreis.

Da gibt es zum einen die Romantiker. Diese Bräute wünschen sich ein wallendes, mit Perlen besticktes Kleid. Bestenfalls noch mit einem Reifrock und einer langen Schleppe. Daneben gibt es natürlich auch diejenigen, die es eher schlicht mögen. Auch hier gibt es eine große Auswahl an Hochzeitskleidern im Etui- bzw. Empire-Stil. Der Empire-Stil zeichnet sich durch eine hohe Taille, die direkt unter der Brust ansetzt, und einen schlanken, schmal fallenden Rock aus, der das jugendlich-feminine der Braut unterstreicht.

Am besten nehmen Sie zum Aussuchen des Hochzeitskleides eine Freundin oder Ihre Mutter zur Beratung mit. Natürlich helfen Ihnen auch die Mitarbeiterinnen im Brautmodeladen, aber Sie haben in den meisten Fällen so eine große Auswahl, dass die Entscheidung nicht ganz einfach ist. Lassen Sie sich Zeit, genießen Sie diesen Tag und treffen keine übereilten Entschlüsse, denn das Kleid sollte nicht nur hübsch, sondern vor allem Ihrem Typ entsprechend und selbstverständlich auch bequem sein.

Und wenn Sie dann Ihr Kleid gefunden haben, geht’s gleich weiter mit der Auswahl der Accessoires. Da gibt es die Brauthandschuhe, den traditionellen Schleier, aber auch ein Hut, ein Diadem, eine Blüten- oder Blumenkrone werden immer wieder gerne eingesetzt. Wenn Sie in der kälteren Jahreszeit heiraten, kommt ja evtl. auch noch eine Stola in Frage.

Da Brautkleider relativ teuer sind, haben Sie natürlich auch die Möglichkeit ein schönes Kleid im Second-Hand-Brautmodenladen zu finden. Auch dort gibt es in den meisten Fällen eine recht große Auswahl an aktuellen Modellen und passenden Accessoires.

So, nun haben Sie fast alles zusammen. Fehlen also nur noch die Schuhe... Aber da der Schuhkauf  ja nun einmal der „Frau“ größte Leidenschaft ist, sollte dies gar kein Problem mehr sein... Oder, meine Damen?

Ja, natürlich... die Dessous... Auch hieran sollte gedacht werden.

Kompetente Ansprechpartner finden Sie unter "Die besten Adressen".

 

 

Brautschuhe

Wenn Sie Ihre Brautschuhe aussuchen, denken Sie bitte daran, dass es nicht nur auf den „Chic“ ankommt, sondern in erster Linie auf die Bequemlichkeit, die Passgenauigkeit und den Komfort. Schließlich sind Sie den ganzen Tag auf den Beinen, müssen tanzen und bis in die Morgenstunden durchhalten.

Und auch der Bräutigam sollte sich gut beraten lassen. Auch er wird diesen Tag ohne Blasen an den Füßen überstehen wollen und sollte deshalb auf den Tragekomfort achten.

Ganz wichtig – und das betrifft Braut und Bräutigam – laufen Sie Ihre Schuhe früh genug ein, damit es keine Druckstellen gibt. Sicherheitshalber würden wir empfehlen, ein Paar Ersatzschuhe mitzunehmen. Es wäre doch ärgerlich, wenn Sie Ihren Hochzeitstag wegen schmerzender Füße nicht voll genießen können.

Kompetente Ansprechpartner finden Sie unter "Die besten Adressen".

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Nordwest Zeitung